Cowboy Feeling

Von Yellowstone über den Teton NP nach Jackson Hole
On the road

Am folgenden Tag erlebte p@ einen Schock: Er hatte nicht nach dem Preis der Campingsite gefragt und als ihm die Rechnung präsentiert wurde, standen da 95 $ drauf! Dies war gut das Doppelte des normalen Preises für eine gute Campsite! Als p@ erwähnte, dass er eigentlich nur übernachten und nicht die ganze Site kaufen wollte, lachte die Campground-Besitzerin und meinte: „Yes, it’s a litte bit pricy – like everything in Jackson Hole!“

Wie wahr! Aber wir liessen uns die Stimmung nicht verderben und Michi fuhr, nachdem p@ während der Fahrt mit den Worten „Übernimm Du“ auf einer verkehrsarmen Schritt-Tempostrecke einfach aufgestanden war, zur Mill Iron Ranch, wo wir endlich einen Ausritt für den Nachmittag dieses Tages buchen konnten. Und so fuhren wir noch kurz nach Jackson Hole zum Grosseinkauf ins Albersons – einem sehr schönen und übersichtlichen Einkaufscenter.

Dann endlich konnte Luna ihr Pferd, ein Indianer-Ross namens „Ringo“ besteigen und auch Michi und p@ bekamen einen vierbeinigen Untersatz. Michi’s Pferd hiess „Mister T.“ und p@’s temperamentvoller Hengst hörte auf den Namen „Deeds“.

Der gut zweistündige Ausritt war entgegen den Befürchtungen von p@ wunderschön und führte uns durch einsame Waldpfade (wo wir auch noch einen kleinen Elch zu Gesicht bekamen) und herrliche Blumenlandschaften auf gut 8000 Fuss (2300 m) hohe Gebirgsketten hinauf. Oben angekommen, konnten wir den atemberaubenden Ausblick über die Teton-Landschaft geniessen. Der nachfolgende Abstieg ging nicht nur den Pferden in die Beine, sondern strapazierte auch die Knies der Reiter relativ stark.

Luna hielt sich  die ganze Zeit hervorragend im Sattel und ihr war die Freude förmlich  anzusehen. Schade, dass sie wieder recht stark allergisch reagierte…es wird wohl nichts mit einer Reitkarriere!

Nach diesem tollen Erlebnis fuhren wir weiter Richtung Salt Lake City und entschlossen uns, beim Bear Lake einen Nachtstopp einzulegen. Ziel war wieder einmal ein KOA Campground (KOA Bear Lake). Wir verliessen Wyoming und passierten Idaho. Bevor wir Utah und den Campingplatz erreichten, sah p@ einen Wegweiser: „Bern„!

Neugierig geworden, entschlossen wir uns, den kleinen Umweg zu dieser Village zu fahren, um das Ortsschild zu fotografieren. Und siehe da, die Ortschaft war wirklich von Berner Auswanderern gegründet worden! Als wir einen Gedenkstein fotografierten, hielt ein Farmer an und kam auf uns zu. Es war ein Nachkomme des Dorfgründers John Kunz II. namens Steven Kunz, der uns erklärte, dass in diesem Ort noch etliche Geschwister und somit weitere Nachfahren lebten. Er bedanke sich in gebrochenem Deutsch für unseren Besuch und wünschte uns eine gute Weiterreise.

Nach diesem tollen Erlebnis fuhren wir über Paris (…nicht das echte…) weiter zum Campground. Dieser war absolut fantastisch! Es hatte einen Swimming Pool, ein Jumping Pillow, Banana Bikes und wunderschöne Stellplätze mit Barbecue Pits.

Bei der Registrierung lernten wir eine andere Schweizer Familie kennen, welche in der umgekehrten Richtung unserer Reiseroute unterwegs war und wir trafen uns nach dem Nachtessen, um die Erlebnisse und Erfahrungen auszutauschen.

Spruch des Tages von Luna:
„Wenn öich z’Fudi nachem rite weh tuet, müesst dr haut BenGay ischtriche!“
(Anm. d. Redaktion: Türkische Sport- und Rheumasalbe)

Von Yellowstone über den Teton NP nach Jackson Hole
On the road

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.