Grotta di Ispinigoli und Weiterfahrt nach San Teodoro

Cala Luna und weitere Motorboot-Ziele
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Endlich konnten wir ausschlafen und wurden nicht mehr in aller Herrgottsfrühe geweckt! Da das Wetter sich ziemlich verschlechtert hatte und draussen ein starker Wind blies, blieben wir gerade im Camper und frühstückten dort.

p@ hatte bereits am Abend einige Utensilien zusammengepackt, jedoch mussten wir unsere Badetücher zusammensuchen: Der Wind hatte sie von der Wäscheleine geblasen. Zudem war unsere IKEA-Tasche unauffindbar weggeblasen worden. Aber sie machen ja jeden Tag neue…

Nach dem Frühstück und Camperservice war unser nächstes Ziel die nahegelegene „Grotta di Ispinigoli„, welche über 2 Strassen erreichbar war. Wir entschlossen uns nach einem Blick auf Google Maps, die kürzere zu nehmen.

Nach ein paar hundert Metern kamen wir aber zu einem Schild, welches anzeigte, dass hier ein Verbot für Wohnmobile sei. p@ scherte sich aber nicht darum und meinte, dass unser „Dicker“ ja nicht so gross sei und wir fast überall durchkommen.
Es ging steil bergauf und die Strasse wurde immer schmaler und schmaler. Zwischendurch durchquerten wilde Ziegen unseren Weg und das eine oder andere Mal mussten wir in einer Haarnadelkurve hin- und her-rangieren, um weiterzukommen. Michi schwitzte Blut und p@ war so richtig in seinem Element!

Kurz vor dem Pass kamen dann an der dümmsten Stelle etliche Autos entgegen. Also brav zurücksetzen zu einer breiteren Stelle und die Fahrzeuge passieren lassen. Kein Problem für uns…und die mittlerweile 2-3 Autos hinter uns mussten halt warten und dann im WoMo-Tempo hinter uns herfahren.

Aber auch dieses Abenteuer überstanden wir ohne Langzeitschäden und auf der anderen Seite des Passes ging es dann einigermassen flott hinunter und so erreichten wir die Zufahrt zur Grotte ohne grössere Zwischenfälle.

Dort angekommen zogen wir unsere Trekkingschuhe an und machten uns auf den Weg zum Eingang. Wir hatten Glück: Kurz vor 12 Uhr kamen wir dort an und die letzte Führung vor einer längeren Mittagspause war genau um 12!

Im Inneren der Grotte durfte man leider keine Fotos machen, aber es gibt ja diverse Bilder davon im Internet. Es war auf jeden Fall imposant und die Führung durch eine kompetente Italienerin sehr interessant. Unter anderem erfuhren wir auch, dass diese Grotte der Eingang zu einem riesigen Höhlensystem ist, welches immer noch nicht vollständig erforscht und katalogisiert worden ist. Die „Cavers“ kämpften sich hier kilometerweit durch die weit verzweigten Höhlen hinein.

Nach der interessanten Besichtigung fuhren wir dann weiter Richtung Orosei, wo wir auf der Durchfahrt einen Blick auf die riesigen Steinbrüche werfen konnten. Hier wurde der „weisse Marmor“ abgebaut, welcher unter anderem beim Bau des (schiefen) Turms von Pisa verwendet worden ist.

In einem Eurospin (ähnlich wie Denner) kauften wir kurz ein paar Dinge ein und suchten uns dann ein Restaurant im Hafen von Orosei fürs Mittagessen. Da es aber keines mit freien Parkplatzmöglichkeiten für unser Reisemobil hatte, resp. das Strandrestaurant keine Kreditkarten akzeptierte, hielten wir kurzerhand auf einem Parkplatz an und plünderten unseren Camper-Kühlschrank.

Frisch gestärkt war dann auch die Laune von p@ wieder etwas besser und zudem erblickten wir bei der Weiterfahrt noch eine Bank und konnten unseren Euro-Vorrat wieder auffüllen. Denn unser nächstes Ziel war der Nationalpark „Oasi Biderosa“ (oft auch „Bidderosa“ geschrieben) und dort musste man wahrscheinlich auch bar bezahlen.

Beim Park angekommen konnten wir unser WoMo im Schatten der Bäume abstellen und machten dann unsere Fahrräder startklar, da man den Park nicht mit dem Wohnmobil, sondern nun mit PW’s, Fahrrädern oder zu Fuss durchqueren konnte. Unser Ziel waren die Strände von Bidderosa, welche aber doch eine gute halbe Stunde Fahrradfahrt (abwärts!) entfernt waren.

Mit einer Karte bewaffnet, welche die verschiedenen Wege zu den Stränden aufzeigte, ging es dann los und es dauerte nicht lange und eine Diskussion entbrannte, wo den der beste und schnellste Weg zum anvisierten „Parkplatz für Strand 3“ durchführte. p@ glaubte, die richtige Wahl getroffen zu haben und fuhr voller Elan los…leider in die falsche Richtung. Somit mussten wir umkehren und kamen dann endlich – halt nach gut 3/4 h beim besagten Parkplatz an.

Wir sicherten die Bikes und machten es uns in den Dünen gemütlich. Es hatte fast keine Leute, da es halt auch schon späterer Nachmittag war und zudem ein ziemlicher Wind blies.

Dies störte uns aber nicht sonderlich, da der Strand wirklich sehr schön war. Luna und p@ schwammen im Meer und Michi erkundete die Gegend und machte Fotos. Und natürlich durfte auch ein Gläschen Wein nicht fehlen…diesmal zur Abwechslung aus einem „Brick“, da wir für die holprige Velofahrt keine Flasche mitnehmen wollten.

Als die Sonne langsam unterging, mussten wir aufbrechen. Der Park schloss um 18 Uhr und wir waren wieder einmal die letzten! :-)
Wir hatten einen grossen Respekt vor der Rückfahrt und dachten, dass wir sicherlich doppelt so lange wie auf der Hinfahrt benötigen würden, da es immer leicht bergauf ging. Aber Luna hatte – wohl weil sie noch ein wenig Red Bull trinken durfte – extrem viel Energie und so kamen wir sehr gut vorwärts.

Oben beim Camper angekommen luden wir die Bikes auf, während unsere Katzen noch kurz an den Leinen raus durften.

Dann ging es weiter Richtung Olbia. Nächstes und auch letztes Ziel vor der Rückfahrt war der Camping San Teodoro la Cinta, wo wir die letzte Nacht auf Sardinien verbringen wollten.

Dort angekommen suchten wir uns einen guten Stellplatz in Strandnähe und richteten uns grob ein. Da wir zu faul waren, selbst ein Abendessen zuzubereiten, assen wir in einer nahegelegenen Pizzeria und liessen den Tag bei einem gemütlichen Glas Wein ausklingen.

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