Schloss Läckö und 1. August auf den Schärenfelsen

Am nächsten Tag gab es zu allererst ein feines „1. August Frühstück“ – schliesslich war ja Schweizer Nationalfeiertag.

Dann machten wir uns startklar fürs nächste Abenteuer. Michi und p@ wollten zum in der Nähe von Lidköpping gelegenen Schloss Läckö, welches eines der Schönsten Schlösser in ganz Schweden sein sollte.

Auf dem Weg dorthin kamen wir an wunderschönen Feldern vorbei und bekamen auch noch eine Windmühle vor die Linse.

Das Schloss selbst war wirklich wunderschön und wir hatten Glück: Sowohl das Wetter spielte mit als auch die Anzahl der Touristen…und so konnten wir teils weitgehend menschenfreie Fotos schiessen!

Nach dem Schlossbesuch fuhren wir in das nur 3 km entfernte Hafendorf Spiken und bestaunten den herzigen Hafen. Wir kauften Rökt Fisk und genehmigten uns auf der Terrasse eines Fischrestaurants direkt über dem Wasser ein feines Mittagessen. Nach dieser Stärkung nahmen wir noch die letzte Etappe unter die Räder, welche für den heutigen Tag geplant war: Und zwar wollten wir ans Meer fahren, damit Luna dort endlich einmal wieder Krabben fangen konnte. Sie hatte sich schon die ganzen Ferien darauf gefreut und so fuhren wir an die wunderschöne westliche Schärenküste.

Michi hatte einen kleinen Campingplatz direkt am Meer herausgesucht. Leider war der Ramsvik Stugby & Camping total ausgebucht. Wir fuhren aber dennoch an die Küste bei Ramsvik und parkierten unser Vehikel in einem kleinen Hafenbereich. Dort liessen wir erst einmal die Seele etwas baumeln und gönnten den Katzen Auslauf. Ninja und Tenshi erkundeten voller Neugier die Küste und kletterten auf den Felsen herum.

Luna machte sich bereit fürs Krabben fangen. Leider ging die Klammer ihrer „Krabbenrute“ kaputt und wir mussten improvisieren. Nach zwei Bastelaktionen hatten wir mittels Wäscheklammer und einem kleinen Stein wieder ein funktionierendes Gerät hergestellt und die Fankaktion konnte losgehen.

Mit etwas Geduld und Michi als „Spotter“ hatte sie dann bald einmal 4 grosse Exemplare und einen „Minicooper“ gefangen. Der Nachmittag war aber bereits ziemlich fortgeschritten und wir mussten bald einmal Ausschau nach einem Nachtlager halten. Da beim Hafen aufgrund einer Naturschutzzone Übernachtungsverbot herrschte, konnten wir auch nicht hier bleiben.

Also entschlossen wir uns, zum nahegelegenen Smögen zu fahren, welches wir bereits letztes Jahr besucht hatten. Beim First Camp Solvik-Kungshamn wurden wir fündig: Wir konnten uns direkt auf den Schärenfelsen einrichten und es war abgelegen genug, dass wir auch die Katzen wieder etwas frei herumstreunen lassen konnten.

Wir bereiteten ein feines 1. August Abendessen vor: Rindsfilet mit Kräuterbutter, hausgemachter Kartoffelsalat und grüner Salat. Alles schmeckte hervorragend!

Zu guter Letzt durfte Luna noch 1. August Feuerwerk abbrennen…dieses hatten wir extra aus der Schweiz mitgenommen. Ein weiterer toller Tag ging zu Ende…


Spruch des Tages von Luna:
„Itz bi ig mau dranne mit dr Luxuslinie!“
(und setzte sich neben p@ auf den Beifahrersitz)

Wanderung in Tivedens Nationalpark

Wir erwachten bei bestem Wetter auf unserem „Übernachtungsparkplatz“ direkt vor dem Parkeingang. Michi warf die Kaffeemaschine an – was bei Luna wie immer zu einem grösseren „Gemotze“ führte (die Nespresso-Maschine macht einen ziemlichen Lärm und sie wollte partout nicht aufstehen). Dann stärkten wir uns mit einem feinen Morgenessen für die Wanderung, während unsere Katzen nochmals einen kurzen Auslauf ohne Leine geniessen konnten. Insbesondere unser Waldkatze Ninja fühlte sich in der Umgebung sichtlich wohl!

Dann machten wir uns wanderfertig und pilgerten zum Haupteingang. Wir hatten zwar am Vorabend die möglichen Routen kurz gecheckt, aber fragten dann noch die Leute bei der Information, was sie uns empfehlen konnten.

Aufgrund der Infos entschlossen wir uns dann für die „rote Route“, welche ca. 4.5 km lang war und an zwei Seen vorbei führte. Diese war mittelschwer, jedoch ging es dauernd entweder bergauf oder dann wieder hinunter. Nicht unbedingt das Beste für Michis havariertes Knie…aber sie hielt sich tapfer und konnte mit Hilfe der Wanderstöcke relativ sicher über Stock und Stein gehen.

Der Wald, die Felsformationen und die kleinen Seen waren wunderschön – ja richtig mystisch: Die moosbewachsenen Steine, die im Wind knarrenden Tannen und das Gezwitscher der Vögel verzauberten uns. Und und so knipsten wir Fotos, was das Zeug hielt. Müde, aber zufrieden, kehrten wir zum WoMo zurück und stärkten und mit Grillwürsten, Maiskolben und Peperonistücken vom Grill.

Dann hiess es schon wieder Abschied nehmen. Wir fuhren über Mariestad – wo wir noch kurz einkauften – weiter nach Lidköpping, wo wir den Krono Camping ansteuerten. Dort richteten wir uns für die Übernachtung ein.


Spruch des Tages von Luna:
„We me d’Tenshi hett, de hett mes nie längwilig!“

Stockholm again

Nun waren wir also doch wieder in Stockholm gelandet…und auch wieder am gleichen Ort beim Stadshus fürs Übernachten (ein Geheimtipp – mitten in Stockholm). Dementsprechend waren wir natürlich am nächsten Tag auch nicht soo erholt…dem Verkehr sei (nicht) Dank!

Darum liessen wir es gemütlich angehen und lümmelten erst mal etwas in den Betten herum. Dann gabs Frühstück und die Katzen durften auch nochmals kurz raus.

Da wir nicht sicher waren, ob Michis Knie schon fahrradtauglich war, liessen wir die Räder auf dem Träger und machten uns zu Fuss auf zum Stadtzentrum, resp. dem Åhlens Kaufhaus. p@ gab die Koordinaten gemäss Google ein und wir marschierten los…und landeten ganz woanders als gewünscht – er hatte das falsche Kaufhaus angegeben, da es zwei Åhlens in Stockholm gab!

Janu, nun hatten wir halt insgesamt 45 Minuten Sport mit Herummarschieren absolviert und waren dann schlussendlich doch noch im richtigen Åhlens gelandet.

Michi durfte nach Herzenslust shoppen…doch leider fand sie nichts Passendes. Also ging es weiter quer durch die Stadt und nach einem Mittags-Stop im Wiener Cafeet besuchten wir noch kurz Gamla Stan, wo wir uns ein leckeres Eis gönnten.

Dann kehrten wir total K.O. zum Wohnmobil zurück…natürlich nicht, ohne beim Stadshus noch ein paar tolle Fotos zu schiessen.

Anschliessend hiess es Abschied nehmen von Stockholm. Wir fuhren Richtung Norden und besuchten Gävle, wo wir unser Glück auf dem dortigen Campinplatz versuchten…leider ohne Erfolg. Aber die freundliche Frau vom Platz empfahl uns den Rullsand Havsbad Camping und nach gut 15 Minuten Fahrt fanden wir doch noch ein ruhiges Plätzchen zum Übernachten. Da es nun bereits gut 10 Uhr abends war, gingen wir schnellstmöglich ins Bett und schliefen umgehend ein.


Spruch des Tages von Luna:
„Ig Idiot – itz hani no dr fausch Fuess icremt!“
(Sie hatte einen kleinen Misstritt gemacht und dann Pferdesalbe eingerieben…leider aber am falschen Fuss – es konnte also nicht so schlimm gewesen sein)

Happy Birthday to you, Happy Birthday to you…

Am nächsten Tag weckte uns das Geschnatter der Möwen. Es war ein ganz besonderer Tag: Michi feierte Geburtstag!

Und so gab es – nach einer unfallfreien Duschaktion – ein feines Morgenessen draussen an der Sonne. Und natürlich durfte auch der Geburtstagskuchen samt Kerzen nicht fehlen. Luna hatte zudem eine wunderschöne Geburtstagskarte für Michi gebastelt!

Nach dem gemütlichen Essen packten wir zusammen und fuhren ins Städtchen Trosa hinein. Dort fanden wir einen Parkplatz unweit des Zentrums und schlenderten durch die herrlichen Gässchen, welche unter anderem auch Drehschauplätze für die schnulzigen Inga Lindström Filme waren.

Im Restaurant Fina Fisken assen wir hervorragend zu Mittag – leider auch etwas teuer. Man merkte gut, dass Trosa ein beliebter Touristenort war.

Eigentlich wollten wir, dass Michi an ihrem Geburtstag nach Herzenslust shoppen konnte…aber ihr sagten die vorhandenen Shops nicht so gut zu und so vertagten wir ihr „Geburtstagsshopping“ noch ein wenig…wir waren ja kurz vor Stockholm. Zumindest half sie mit, für p@ ein paar neue Kleidungsstücke auszusuchen.

Vollbepackt mit Einkaufstüten schlenderten wir zum Wohnmobil zurück und fuhren weiter. Nächstes Ziel war Stockholm. Da wir diese wunderschöne Stadt bereits letztes Jahr mit unserem WoMo besucht hatten, wussten wir genau, wo wir unser Ungetüm am besten abstellen mussten. Uns so sicherten wir uns wiederum einen Platz am Norr Malärstrand bei Stockholms Stadshus.

Dann gabs schon mal einen Apéritif am Kai, bevor wir uns für das Abendessen bereit machten. Per Uber Taxi gings dann ins „Lebanon Mezza Lounge“ Restaurant, wo wir fantastisch orientalisch assen.

Mit vollen Bäuchen schlenderten wir durch das wunderschöne Stockholm zurück zu unserem Übernachtungsplatz, wobei Luna eher hüpfte als lief: Sie hatte von uns etwas libanesischen Kaffee versuchen dürfen und war danach total aufgezogen. Am liebsten hätte sie die Nacht durchgefeiert!


Spruch des Tages von Luna:
„Ach wie gut dass niemand weiss, dass ich Hinkebeinchen heiss!“

Norra Kvills Nationalpark

Am nächsten Tag schliefen wir etwas länger aus, damit Michi sich erholen konnte…das Knie schmerzte doch noch ziemlich stark. Wir hatten am Vorabend zwar „Pferdesalbe“ eingerieben, diese ist aber eher für leichte Sportverletzungen oder Muskelschmerzen gedacht. Darum fuhren wir nach einem ausgiebigen Morgenessen noch kurz beim Spital von Vimmerby vorbei und holten uns dort Rat, ob man evtl. sogar röntgen sollte. Die anwesende Ärztin meinte, etwas Voltaren sollte vorerst reichen und so machten wir noch kurz bei einem ICA Markt Halt und deckten und mit der Salbe ein.

Anschliessend fuhren wir querfeldein ins Landesinnere zum „Norra Kvills“ Nationalpark, einem wunderschönen Park, welcher seit gut 150 Jahren nicht gerodet worden war und somit wie ein kleiner Urwald aussah. Dort parkierten wir unser Wohnmobil direkt vor dem Eingang zur Wanderroute und liefen gemächlich um den See herum, damit sich Michi nicht zu sehr überanstrengte. Unterwegs pflückten wir immer wieder köstliche Blaubeeren.

Zurück beim Camper angekommen, gönnten wir unseren Katzen noch etwas Freilauf…schliesslich waren weit und breit keine Autos in Sicht und so konnten sie sich so richtig austoben. Luna füllte derweil noch eine Schale mit den wilden Blaubeeren, dann nahmen wir die nächste Etappe unter die Räder: Ziel war das Hafenstädtchen Västervik.

Dort suchten wir zuerst den Gästehafen, landeten aber im Industrie- und Fischerbereich. Also kurz auf Google Maps checken und dann auf direktem Weg zum „Fiskartorget“, wo wir unser Mobil auf einem grossen Parkplatz abstellen konnten.

Wir spazierten am Kai entlang und genossen die Abendstimmung. Dann gönnten wir uns im „Smugglaren“ ein wunderbares Abendessen und kehrten dann müde, aber zufrieden zum WoMo zurück. Ein toller Tag!


Spruch des Tages von Luna:
„Nid Burgare, nid Ärgare, sondern Hungare!“