Store Mosse und Heimfahrt

Wir schliefen recht lange und so waren wir trotz „Pole Position“ bei weitem nicht die Ersten, welche den Naturpark erkundeten. Glücklicherweise hatte es aber nicht so viele Leute und so konnten wir trotzdem weitgehend ungestört durch die schöne Moorlandschaft wandern. Im Naturum machten wir kurz Halt und informierten uns über die Fauna und Flore sowie über die möglichen Wanderrouten. Vor dem Betreten mussten wir nach schwedischem Brauch die Schuhe ausziehen.

Dann ging es tiefer hinein in die Moorlandschaft. Wir entdeckten Eidechsen, Raupen, Vögel, Pilze, wunderschöne Blumen und hatten Spass, die Landschaft zu erkunden.

Bei einem kleinen See machten wir Halt und assen unser Picknik. Gestärkt durch unser Essen, aber auch durch die überall wachsenden Blaubeeren (blaue Zunge inklusive), traten wir den Rückweg unserer ca. 11 km langen Wanderung an und fuhren dann weiter Richtung Helsingborg, wo wir die Fähre nach Helsingör (Dänemark) nahmen.

Da wir per Samstag ziemlichen Stau erwarteten, entschlossen wir uns, nicht wir geplant noch Kopenhagen zu besuchen, sondern fuhren direkt weiter nach Rödby, wo wir wieder per Fähre zum deutschen Puttgarden übersetzten.

Danach fuhr p@ noch bis weit in die Nacht hinein, um dem Stau in Hamburg und Hannover zu entgehen. Auf unserem bestens bekannten Platz in der Industriezone von Hildesheim hielten wir dann an und übernachteten.

Tags darauf fuhren wir den restlichen Weg durch Deutschland mit einem Zwischenhalt in Alsfeld…jaja, wir waren da richtige Gewohnheitstiere: Bereits vorheriges Jahr hielten wir dort an, um im Adel.es etwas zu Mittag zu essen…und dieses Jahr war es nicht anders :-)

Nach der Stärkung nahmen wir dann noch die letzte Etappe unter die Räder und kamen am Abend des 6. August wohlbehalten und staufrei  in Lyss an.

ES WAREN EINFACH TOLLE FERIEN!!!

Gamla Linköping, Bergs Schleusen und Vadstena

Tags darauf ging es zurück ins Städtchen Linköping, genauer gesagt in den Altstadtbereich. Dieser war eine Art Freilichtmuseum, da man die historischen Gebäude des alten Linköpings abgebaut und am Rand der Stadt als wunderschönes „Gamla“ wieder aufgebaut hatte.
Echte Menschen in authentischen Kostümen bevölkerten die Gassen und man konnte dem Schmied, Bankdirektor, Krämer, den Waschfrauen etc. bei der Arbeit zuschauen und teils selbst Hand anlegen.

Nächste Station waren dann die nahegelegenen Schleusen von Berg. Es war enorm eindrücklich, wie die verschiedenen Seen in Schweden mittels den Schleusen des Göta-Kanals miteinander verbunden sind. Man kann ja quasi per Boot durch ganz Schweden hindurch fahren!

Dann fuhren wir nach Vadstena, wo ein Kloster und ein schönes Wasserschloss steht. Wir schlenderten der Küste entlang und durch das herzige Altstädtchen. Michi wollte unbedingt das alte, zerfallene Kloster noch besichtigen, jedoch mussten wir feststellen, dass dieses noch 25 km weiter nach Vadstena lag…glücklicherweise auf unserem weiteren Weg nach Süden.

Und so fuhren wir weiter und machten beim Kloster Alvastra noch einen kurzen Fotostopp und gewährten auch den Katzen noch etwas Auslauf.

Da das für die rot-weissen Zuckerstangen bekannte Dörfchen Gränna ebenfalls noch auf dem Weg lag, machten wir auch dort noch kurz Halt und deckten uns mit den klebrigen Süssigkeiten ein – schliesslich sollte man ja auch etwas aus Schweden mit nach Hause nehmen ;-)

In Jonköping hielten wir nochmals an, um etwas zu Abend zu essen. Wir wurden nach einiger Suche im Liban Deli fündig und bekamen dort ausgezeichnetes orientalisches Essen!

Dann fuhren wir zu unserem letzten Ziel in Schweden: Dem Naturpark „Store Mosse“ und richteten uns für die Nacht direkt auf dem Parkplatz des Naturparks ein.

Thank you for the music!

Wir hatten eigentlich gar nicht so schlecht geschlafen…auch wenn wir wirklich mitten im Stadtzentrum übernachtet hatten. Die Aussicht auf den Hafenkai war jedoch einfach toll und entschädigte für den Lärm der Strassen.

Wir genossen unser Frühstück und gönnten unseren Katzen etwas Auslauf – aufgrund des Verkehrs und der Leute halt mit Leine.

Danach holte p@ die Bikes vom Träger und Michi und Luna machten sich auf zu den Shopping-Zentren während p@ im Camper blieb und aufräumte, Blog schrieb und ein paar Kleinreparaturen ausführte.

Gegen Mittag kamen die Frauen zurück und alle drei radelten zum Bezirk Östermalm, wo wir in einem tollen indischen Restaurant zu Mittag assen.

Dann fuhren Michi und Luna auf die Tiergarteninsel und besuchten das Vasa-Museum, während p@ kurz zurück zum Camper fuhr, um ein neues Parkticket zu lösen.

Zu guter letzt war der Besuch des ABBA-Museums angesagt. Darauf hatten wir uns schon den ganzen Tag gefreut! Das Museum war sehr informativ und der Rundgang gefiel und allen (auch Luna ist ein grosser ABBA-Fan!) sehr gut.

Luna durfte noch eine Performance zusammen mit Agneta, Björn, Benny und Anni-Frid – resp. ihren Holo-Doubles – bestreiten und schlug sich wacker im Gesangswettbewerb.

Nun mussten wir aber langsam zurück zum WoMo, da wir am Abend noch eine längere Strecke Richtung Süden fahren wollten/mussten. Und so radelten wir durch den Altstadtbereich „Gamla Stan“ wieder zum WoMo und fuhren los mit dem Ziel Linköping. Dort fanden wir noch ein freies Plätzchen für die Übernachtung auf dem Glyttinge Campingplatz und machten es uns gemütlich.

Schloss Gripsholm und Stockholm

Nach dem Frühstück, Duschen und Zusammenpacken fuhren wir zum nahegelegenen Schloss Gripsholm. Dieses war wunderschön renoviert und bot mit seinem Rundgang durch die -zig Zimmer einiges fürs Auge. Schade nur, dass die meisten Hinweistafeln ausschliesslich in Schwedisch verfasst waren.

Luna wollte zum Abschluss noch unbedingt den Kerker sehen und so schlenderten wir noch durch die Katakomben und dann durch den tollen Schlosspark zurück zum Camper.

Nächstes Ziel war Stockholm. Michi hatte am Vortag per e-Mail eine Reservationsanfrage für einen Stellplatz direkt beim Stadtzentrum gemacht, aber leider wa da kein Platz mehr frei. So versuchten wir unser Glück beim Parkplatz von Stockholms Stadthaus. Und siehe da: Es hatte freie Parkplätze direkt am Kai zum moderaten Preis von 120 Kronen für 24 h!

So stellten wir unser Gefährt dort ab und beschlossen, die Nacht auch gerade an diesem Ort zu verbringen…trotz des Stadtlärms.

Dann machten wir uns auf Besichtigungstour quer durch Stockholm. Zuerst gings in die Altstadt „Gamla Stan“, wo wir auch etwas zu Mittag assen. Dann schauten wir uns die tollen Gebäude wie z.B. das Stockholmer Schloss und das Rikdagshuset an. Auch etwas Shopping im Nordiska Kompaniet durfte nicht fehlen.

Direkt bei der Oper und dem Gustaf Adolfs torg gönnten wir uns im Carousel ein Apéro und erholten uns von den Strapazen des Stadtrundgangs.

Dann suchten wir uns ein Restaurant mit Sushi-Angebot, da wir dies Luna versprochen hatten und wurden im Tang Restaurant fündig.

Nach einem feinen Nachtessen ging es zurück zum WoMo, wo wir unsere Katzen noch ein wenig am Kai entlang „Gassi führten“ und dann ins Bett gingen – in der Hoffnung, trotz des Lärms der naheliegenden Strasse etwas schlafen zu können.


Spruch des Tages von p@ im Schloss Gripsholm:
„Da cha me ja düreloufe wie ir IKEA!“

Swiss National Day :-)

Es war der 1. August und da durfte eine feine „Züpfe“ nicht fehlen. Wir hatten in weiser Voraussicht so ein Teil aus der Schweiz mitgebracht und im Tiefkühlfach des WoMos konserviert.

Das Frühstück schmeckte ausgezeichnet und wir waren gestärkt für unsere Weiterreise. Ziel war es, bis kurz vor Stockholm zu fahren und dort auf dem „Mariefreds Familjecamping“ zu übernachten.

Wir machten in F***ing Åmål noch kurz Halt zum Einkaufen und besuchten Örebro, wo wir etwas zu Mittag assen und durch das Städchen schlenderten, welches aber ausser einem schönen Schloss nicht wirklich viel Sehenswertes bot.

Vor der Weiterfahrt statteten wir noch kurz dem Freilichtmuseum Wadköping einen Besuch ab, jedoch reichte es aufgrund vorangeschrittener Tageszeit nur noch für ein paar Fotos der historischen Gebäude.

Dann nahmen wir die letzte Etappe in Angriff und machten es uns auf dem Campingplatz von Mariefred gemütlich.

Nebst einem feinen 1. August Nachtessen vom Grill mit eigens gebastelten Fähnchen liessen wir es uns nicht nehmen, unten am Strand noch ein paar Zuckerstöcke und Bengalhölzchen zu Ehren unseres Nationalfeiertages abzufackeln.