Heimreise

Am nächsten Morgen – es war der einundzwanzigste und letzte Tag unseres Urlaubs – liessen wir uns bezüglich Morgenessen auf kein Experiment ein und gingen in ein kleines Cafe auf dem Hotelgelände und stärkten uns dort für den Tag.
Dann packten wir unsere Koffer und checkten aus. Das Gepäck stellten wir beim Concierge ein und machten uns wiederum auf zum Las Vegas Strip.

Wir gingen zuerst ins Hotel Cosmopolitan und schauten uns dort etwas um. p@ deckte sich bei seinem aus London bekannten Lieblingsladen „Allsaints“ mit Kleidern ein und dann gingen wir wieder zur Miracle Mile. Dort flanierten wir von Geschäft zu Geschäft, liessen uns zwischendurch massieren (Michi und Luna sogar mittels Wassermassage) und assen dann im Oyster „Bay Seafood LLC“ zu Mittag. Dann gings weiter durch die unzähligen Shops und dann war es auch schon fast sechs Uhr Nachmittags – Zeit, per Taxi zum Flughafen zu fahren.

Mit British Airways gings dann von Las Vegas per Nachtflug mit Zwischenstopp in London zurück nach Zürich. Nach weitgehend reibungsloser Rückreise kamen wir per Zug am 22.07. – 21:30 Uhr in Lyss an, wo wir bereits freudig von Nino und Andrea empfangen wurden.

Und so gingen absolut tolle und unvergessliche Ferien zu Ende!

Spruch des Tages von Luna:
„I fröie mi uf Lyss, uf mis Zimmer und ufe Nino!“

Der Strip wird erkundet…

Am nächsten Tag – es war Tag zwanzig – suchten wir im Hotel das Morgenbuffet. Im „Le Village Buffet“ glaubten wir, dieses gefunden zu haben. Umso mehr erstaunt waren wir, als uns nach langem Anstehen die Frau am Buffeteingang sagte, dass dies (trotzdem wir inkl. Frühstück gebucht hatten) erst einmal verrechnet würde und zudem pro Person 20$ kosten würde.

Als wir dann drin waren, wussten wir, warum dies so teuer war: Das Village Buffet war ein kompletter Fresstempel mit allem Drum und Dran. Die Leute (fr)assen bereits am späteren Vormittag Fleisch, Gemüse, Sushi, Desserts etc. etc.
Und dabei wollten wir doch nur ein paar Toasts, Eier, Früchte und Kaffee!

Nach diesem überteuerten z’Morge erkundeten wir den Strip. Zuerst liefen wir zum Venetian und besuchten dort das „Madame Tussauds Las Vegas„. Dann schlenderten wir durch die Hotel-Mall, in welcher es sogar einen Kanal mit Gondeln gab. Dort assen wir im Panda Express kurz etwas zu Mittag und gingen dann weiter auf Erkundungstour über den Strip…Richtung Las Vegas Blvd North. Dort schauten wir die Piratenschiffe von „Treasure Island“ an und steigen dann in den „Deuce Bus“ ein, welcher uns Richtung Süden des Strips chauffierte. Vorbei an unzähligen Hotels gings Richtung „Mandalay Bay“ wo wir das „Shark Reef Aquarium“ besuchen wollten. Als wir durch das Mandalay Bay Hotel liefen, waren wir extrem beeindruckt vom Hotel. Dieses war um Klassen schöner als unser Paris Las Vegas. Falls wir je wieder einmal nach Las Vegas kommen würden, würden wir wohl dieses buchen!

Da wir vom Sight Seeing ziemlich durstig waren, genehmigten wir uns in einer der unzähligen Bars des Hotels ein Aperitif, bevor wir das Aquarium besuchen wollten. Auf dem Weg zum Aquarium gings dann auch noch am bombastischen Swimming Pool des Mandalay Bay vorbei…kein Vergleich mit demjenigen in umserem Hotel!

Da die Zeit schon wieder fortgeschritten war und zudem der Eintritt für das Aquarium extrem teuer war, entschlossen wir uns, zurück zu kehren und – wie bereits im Vorfeld Luna versprochen – noch etwas im Pool baden zu gehen. Also stiegen wir in den nächsten Bus ein und fuhren zurück zum Hotel.

Nach dem Poolbesuch machten wir uns bereit für das Nachtessen. Luna hatte Sushi gewünscht und so gingen wir ins Koi Restaurant Las Vegas. Das Essen war toll, aber teuer.
Dann schlenderten wir zum Bellagio und sahen uns das Springbrunnen-Spektakel des Gross-Casinos an. Überall waren Leute unterwegs und es gab auch div. Strassenartisten, unter anderem auch einen weissen „Engel“, welcher Luna sehr gefiel.
Als Abschluss für den Abend stand dann noch eine Fahrt hoch hinauf zum Ausguck des Eiffelturms auf dem Programm, von welchem aus man eine tollen Ausblick auf Las Vegas „by Night“ hatte. Dann gingen wir ins Bett…es war die letzte Nacht in Amerika.

Spruch des Tages von einem „Engel“:
„This girl is a little Princess!“

 

Viva Las Vegas!

Am Tag neunzehn wachten wir in unserem Camper mitten in Las Vegas auf! p@ machte Pancakes zum z’Morge und auch sonst gab es noch allerlei Essensreste zu vertilgen. Dann mussten wir packen und das Wohnmobil auf Vordermann bringen: Innen grob reinigen und die Black- und Greywatertanks leeren…letzteres war p@’s Aufgabe ! ;-)

Dann fuhren wir gerade mit dem Camper zum nahegelegenen Hotel „Paris Las Vegas„, direkt über den Las Vegas Strip! Die Leute vom Valet Parking des Hotels staunten nicht schlecht, als wir mit unserem 7,5 Meter Gefährt bei ihnen vorfuhren, um das Gepäck auszuladen.

Michi und Luna blieben dann gerade beim Hotel und checkten ein. Eigentlich wollten sie dann noch etwas Shoppen gehen, mussten aber fast eine Stunde warten, bis das Gepäck vom Foyer her den Weg in das Zimmer gefunden hatte! War halt wie überall: Die Amis waren einfach nicht die speditivsten…

p@ fuhr unterdessen zur Vermietungsagentur „Apollo„, von welcher wir (beim Standort Los Angeles) den Camper gemietet hatte. Auch die Abgabe ging relativ lange: Zuerst musste der Angestellte noch vier Schweizer Girls „abfertigen“, welche Probleme mit ihrem „Juicy Rental Car“ hatten. Apollo war zwar Anlaufstelle für die Probleme der jungen Frauen mit dem Mietgefährt (hinten hingen Elektrokabel herunter und waren schon durch den Auspuff angesengt), aber sie waren „not authorized“, etwas zu machen. p@ wollte auch noch helfen, dies wurde ihm aber untersagt, da er noch weniger „authorized“ war.

Aber auch bei unserem Gefährt gab es bei der Abnahme Probleme: Der Mitarbeiter entdeckte eine Druckstelle, die beim Übergabeprotokoll nicht verzeichnet war! p@ war sich aber sicher, dass wir diese nicht verursacht hatten und plötzlich kam ihm die Idee, dass er Fotos vom Fahrzeug bei der Übernahme in L.A. gemacht hatte. Und wirklich: Er konnte anhand der Fotos beweisen, dass die Delle schon bei Apollo Los Angeles drin gewesen war!

Michi und Luna waren derweil im PF Chang’s beim Mittagessen, als p@ per Taxi zurück fuhr und dann auch zu ihnen stiess. Anschliessend ging es quer durch die riesige Shopping-Mall „Miracle Mile Shops„, welche sich ebenfalls im Planet Hollywood Hotel befand.

Nach den ersten Shopping-Eskapaden kehrten wir ins Hotel zurück und gingen noch kurz mit Luna in den Pool, welcher sich im 3. Stock direkt neben dem Eiffelturm befand. Dann machten wir uns bereit fürs Abendessen. p@ wollte unbedingt indisch essen. Ein Restaurant war gemäss Navi ca. 1 km Fussweg von unserem Hotel entfernt, was sich bei der herrschenden Hitze von Las Vegas als relativ weit herausstellte. Dann erreichten wir das „Tamba Indian Cusine“ und konnten uns per Buffet mit einigermassen guten indischen Speisen eindecken. Da es schon relativ spät war, schlief Luna kurz nach dem Essen ein und p@ musste sie dann den ganzen Weg zurück tragen. Danach waren wir alle reif für das Bett!

Spruch des Tages vom Apollo-Angestellten:
„Sorry, but I’m not authorized for that.“

 

Zion National Park und die Squirrels

Am achtzehnten Tag unserer Reise gings dann nach einem längeren Poolbesuch von Luna und p@ zum Wandern in den Zion National Park.
Wir versuchten zuerst ganz hinten beim „Riverside walk“ unser Glück, aber dort hatte es einfach zu viele Leute für unseren Geschmack! Also suchten wir uns erst einmal ein schattiges Plätzchen am Fluss und assen unsere Sandwiches, welche Michi am Morgen mit viel Liebe und Senf zubereitet hatte.
Und es kam, wie es kommen musste: Sofort hatten wir Gesellschaft von vorwitzigen Eichhörnchen, welche uns das Essen streitig machen wollten!
Da die Squirrels einfach zu frech waren und sogar unser Gepäck „inspizierten“, konnten sie auch die eine oder andere Kirsche ergattern. Da man die Viecher fast nicht mehr los wurde, gingen wir weiter und fuhren mit einem der zahlreichen Shuttles zum „Grotto“, von wo aus wir unsere Wanderung zu den „Emerald Pools“ starteten. Wir waren dann auch mächtig stolz auf uns, als wir es steil hinauf bis zu den „Upper pools“ schafften.
Kaum hatten wir dieses Ziel erreicht, setzte sich ein wunderschöner Schmetterling auf Luna’s Arm und blieb dort…wir konnten ihn in Ruhe fotografieren! Aber auch die vorwitzigen Eichhörnchen liessen nicht lange auf sich warten und Luna hatte wieder mega Spass an den Tieren. Zudem konnte sie auch noch Kaulquappen beobachten und aus den Pools „fischen“.
Dann ging es wieder runter ins Tal und per Shuttle zurück zum Parkeingang, wo wir den Camper abgestellt hatten. Wir fuhren dann los Richtung Las Vegas, wo wir Tags zuvor eine Campsite auf dem „KOA Circus Circus“ reserviert hatten.
Unterwegs machten wir noch beim „Fort Zion“ halt, wo Luna Tiere füttern konnte und wir uns „Home made Ice Cream“ genehmigten.
Dann gings von Utah über Arizona südwärts auf der Interstate nach Nevada. Aufgrund eines Unfalls gerieten wir (zum ersten Mal) noch in einen Stau und mussten sogar kurz neben dem Highway durch St George hindurch fahren!
Dann endlich erreichten wir Las Vegas und den Campground und bezogen auf dem riesigen Platz mitten in Las Vegas (!) unsere letzte Campsite vor Abgabe des RV’s.

Spruch des Tages von Luna:
„I wett nid, dass dir da abe gheiet…Mama und Papa si mer sehr wichtig – die choche und wäsche…das wett ig nid aues säuber mache!“

Bryce Canyon und die Chipmunks

Am Tag siebzehn gings dann ab in den Bryce Canyon, wo wir beim Sunrise Point parkierten und dann am Amphitheater entlang zum Sunset Point wanderten.
Luna war dauernd auf der Suche nach Chipmunks (Streifenhörnchen), während wir die atemberaubende Aussicht genossen.
Und beim Sunset Point wurden wir zum ersten mal fündig – ein erstes Chippy!…Luna konnte sich kaum losreissen! Wir stiegen dann in den Canyon hinunter und absolvierten eine wunderschöne Wanderung durch den Navajo-Loop. Dort sahen wir neben toller Gesteinsformationen wieder jede Menge Streifenhörnchen. Die meisten waren so zutraulich, dass man sie sogar streicheln konnte. Eines knabberte zudem Michis Fingernägel an!
Nach der tollen Wanderung fuhren wir noch zum Bryce Point und zur Natural Bridge, dann gings weiter Richtung Zion National Park.
Ausgangs des Bryce hielten wir noch kurz bei der Rodeo-Arena an, um zumindest ein paar Fotos zu machen, da wir leider kein Rodeo anschauen konnten…dies fand nur jeweils von Mittwoch bis Sonntag statt.
Dafür sahen wir auf dem Rodeo-Gelände noch jede Menge Erdhörnchen!
Nach einer ausgiebigen Fotosession fuhren wir endlich los und erreichten den Eingang des Zion Parks kurz vor 20:00 Uhr. Somit reichte es noch, durch den engen Tunnel in den Park zu fahren!
Dort bezogen wir in Springdale den Zion Canyon Campground. Da wir zu müde zum kochen waren, gingen wir ins nahegelegene „Thai Sapa“ essen und hatten dort das beste Panang-Curry aller Zeiten.

Spruch des Tages von Luna:
„Ou ja, gömer go di Chickmonks luege!“