16 Jahre und kein Ende in Sicht

Der folgende Tag war ein ganz Spezieller: Michaela und p@ feierten den 16. Hochzeitstag! Deshalb suchten wir uns ein schönes Örtchen an der Küste aus, packten unsere Sachen zusammen und fuhren ab Richtung Gilleleje.

Dort schlenderten wir dem Hafen entlang und entschieden uns dann für das Bistro No 3 für das Mittagessen.
Die Smörebröd waren hervorragend und sogar die Sonne war uns freundlich gestimmt!

Nach der Stärkung machte Michaela die Shops unsicher und p@ schrieb derweil am Blog und bearbeitete ein paar Business-Mails.
Danach machten wir nochmals einen Spaziergang durch den Hafenbereich und deckten uns mit feinem varmröget Laks ein.

Dann fuhren wir weiter ins nahegelegene Tisvildeleje, wo wir am Strand die unzähligen farbigen Strandhäuschen bestaunten. Ein paar Kilometer weiter fanden wir in der Nähe von Frederiksværk auf dem Byaasgaard Camping ein schönes und ruhiges Plätzchen für die Übernachtung.

Da es leider zu regnen begann, kochten wir drinnen: Es gab Spaghetti mit hausgemachter Bolognese. Michaela genehmigte sich die Bio-Variante mit Zucchini-Spaghetti. Bei einem guten Glas Rotwein liessen wir den Abend ausklingen.

Helsingør statt Helsingborg

Wir hatten super und ausgiebig geschlafen und konnten auf dem ruhigen Campingplatz so richtig ausspannen!
Das Wetter war weiterhin wechselhaft und so lümmelten wir noch etwas im Bett herum und schauten die eine oder andere Serienfolge. Zudem entschieden wir definitiv, dass wir nicht nach Schweden übersetzen würden, sondern unsere Ferien in Dänemark verbringen werden.
Michaela schmiedete bereits einen Plan für die neue Situation ;-)

Da es danach schon fast Mittag war, richtete p@ den Grill ein und befeuerte zwei tolle Rindsfiletstücke. Michaela bereitete dazu noch einen feinen Salat zu und fertig war ein leckeres Mittagessen.

Frisch gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zur Altstadt von Helsingör. Vorbei am Hafen mit Segelbooten und kleinen Hafenbeizchen ging es dann weiter zum Schloss Kronborg, welches sehr beeindruckend war. Beim Schloss bemerkte Michaela, dass sie ihre Jacke unterwegs verloren hatte, also sprintete p@ zurück, fand die Jacke und brachte sie ihr wieder.

Das gab natürlich Durst und so genehmigten wir uns bei den neu umgebauten Werfthallen ein kühles Bier. Ein etwas verwahrloster Einheimischer sprach uns an und erzählte, dass hier bis ca. 1980 sehr viele Schiffe produziert wurden und nach Einstellen der Arbeiten Helsingör fast ausgestorben war. Nun sei aber wieder mehr Leben hier aufgrund des Tourismus…hoffen wir, dass es so bleibt, trotz der Corona-Krise.

Apropos Corona-Krise: Wir waren erstaunt, wie wenig man in Dänemark von der Krise mitbekam. Die Leute waren alle ohne Masken unterwegs und auch in Restaurants und Läden gab es nie jemanden mit einer Maske zu sehen.
Die Dänen halten sich aber wohl sehr gut an die Abstandsbestimmungen und die Fallzahlen sind sehr tief.

In der Altstadt angekommen staunten wir erneut, wie sauber und gepflegt alles war und wie viel Stil die Häuser und Geschäfte hatten. Es gab viele Kleiderläden, Einrichtungs-Boutiken und auch den einen oder anderen Blumenladen.

Nachdem wir die gesamte Altstadt erkundet hatten, ging es wieder zurück zum Hafenbereich, wo wir in einer Markthalle unseren Durst löschten. Dort gab es auch viele tolle (internationale) Foodstände, jedoch wollten wir eher direkt am Hafen etwas essen.

Wir schlenderten deshalb zum Restaurant Kaj und wollten dort etwas zu Abend essen. Obwohl es aber nicht viele Gäste hatte, konnten sie uns erst in ca. einer halben Stunde einen Tisch anbieten.
Das machte uns nichts aus, denn wir konnten im Fischbeizchen daneben draussen an der Sonne noch etwas trinken und den Tag Revue passieren lassen.

Dann war unser Tisch frei und wir konnten endlich unseren Hunger stillen. Michaelas Muscheln an Safransauce waren hervorragend, lediglich die Bedienung war nicht sehr effizient und aufmerksam.

Zurück beim Camper wurden wir bereits freudig von unseren Katzen empfangen. Tenshi war noch etwas verschlafen, jedoch Ninja war wieder bereit für eine „Strandtour“. Und so liessen wir den Tag mit einem ausgiebigen Spaziergang ausklingen.

Spruch des Tages von Michaela:
„Ig ha ne Plan!“

Anreise mit Hindernissen

Am Abend des 30. Juni ging es endlich los. Nachdem wir alles (resp. viel zu viel) gepackt hatten, starteten wir ca. 19:15 Uhr am Falkenweg. Oder besser gesagt, wir wollten starten…

p@ fuhr den NiBi aus dem Parkplatz und hielt vor der Böschung an, um Michi zusteigen zu lassen. Dann gab er leicht Gas, um die Böschung hinauf zu fahren. Nur leider drehten die Räder durch und der Camper kam keinen Meter vorwärts. Wir hatten halt ziemlich viel geladen und zudem auch noch die Vespa dabei und viel Gewicht auf der Hinterachse…nicht so gut, um mit einem vorderrad-getriebenen Fahrzeug unsere steile Auffahrt zu meistern!

Nach zwei, drei Versuchen und etwas Gummi am Boden schafften wir es aber dennoch mit „Anlauf“ – ohne wieder Material auszuladen, das Wasser abzulassen und die Vespa abzuladen. Phuh…erste Hürde geschafft!

Wir passierten in Weil am Rhein die Grenze zu Deutschland und fuhren weit in die Nacht hinein, bis wir ca. um 3 Uhr morgens in Hildesheim ankamen, wo Michaela per App einen ruhigen Übernachtungsplatz ausfindig gemacht hatte.
Noch kurz ringsherum die Storen zugezogen und schon waren wir friedlich eingeschlafen und genossen die Ruhe am Waldrand.

Tags darauf liessen wir die Katzen raus und machten uns dann nach einem kurzen Frühstück und 1-2 Tassen Kaffee wieder auf den Weg.
Über Hannover und Hamburg ging es – ohne Stau! – über Lübeck nach Puttgarden, wo wir die zuvor als Kombiticket (inkl. Helsingör – Helsingborg) gebuchte Fähre nach Rödby nahmen.

Natürlich wurde unser NiBi bei den Lastwagen eingeordnet und unsere Katzen waren nicht so happy, dass sie für die Überfahrt im dunklen Fährenbauch ausharren mussten. Aber es waren ja nur knapp 45 Minuten Fahrzeit.

Michaela und p@ genehmigten sich während der kurzen Überfahrt den bekannten „Fährenfrass“ (wobei die Rejer-Brötchen frisch und gut waren) und schon bald konnten wir die Fähre wieder verlassen.

Der Zöllner in Dänemark wollte dann von uns ausführlich wissen, wo wir genau Ferien verbringen wollten und ob wir gebucht hätten. Wir sagten wahrheitsgemäss, dass unser Ziel Schweden sei und wir wohl zuerst in Gävle übernachten würden, aber ansonsten noch nichts konkret geplant sei. Nach dem Scannen unserer Ausweise – wohl zur Prüfung, ob wir irgendwo bezüglich COVID-19 registriert wären – liess er uns aber dann passieren und wir konnten den Weg nach Helsingör unter die Räder nehmen.

Dann kam die schlechte Nachricht: Per 20 Minuten erfuhren wir, dass der Schweizer Bundesrat neue Corona-Bestimmungen erlassen hatte und bei der Rückreise aus – noch nicht näher bezeichneten – Risikoländern eine 10-tägige Quarantäne erfolgen muss.
Da wir bereits stark vermuteten, dass Schweden auch bei diesen „Risikoländern“ sein würde und wir beide nach den Ferien wichtige geschäftliche Fixpunkte hatten, beschlossen wir, noch nicht nach Schweden überzusetzen.

Wir fuhren zum Fährhafen in Helsingör und erkundigten uns als Erstes, ob wir die Überfahrt stornieren oder verschieben konnten. Stornieren ging aufgrund des „günstigen“ Economy-Tarifs nicht und verschieben war für 7 Tage möglich, jedoch nicht länger.
Ein Anruf beim BAG/EDA braucht leider auch noch keine Erkenntnisse, welche Länder genau nun betroffen waren und so suchten wir uns einen schönen Campingplatz an der Küste und fanden diesen per App: Den Helsingör Camping.

Dort bekamen wir einen schönen Standplatz in der ersten Reihe zum Strand und richteten uns gemütlich ein. Unsere schlechte Laune besserte sich dann auch wieder ein wenig.
Das Wetter war zwar wechselhaft, aber es regnete zum Glück nicht und so konnten wir draussen ein Gläschen Wein trinken und den Katzen etwas Auslauf gönnen. Ninja durfte auch wieder mal auf eine „Strandtour“ mit uns!

Gegen Abend machten wir uns dann zu Fuss auf nach Helsingör auf und waren stark beeindruckt von der tollen Kronburg, den schönen Gebäuden und den vielen Kunstobjekten. Alles war sauber und gepflegt!

Im Restaurant La Dolce Vita assen wir dann zu Abend und genossen auf dem Rückweg die schöne Abendstimmung!
Müde, aber zufrieden gingen wir ins Bett und schliefen sofort ein – ein anstrengender, aber dennoch sehr schöner erster Ferientag nahm sein gutes Ende!

Heimreise mit Maussane-Abstecher

Wir verbrachten drei herrliche Tage auf dem Campingplatz Sanguli und starteten dann am Freitag, 11. Oktober Richtung Frankreich.

Ziel war es, den Eltern von Michi in Maussane-les-Alpilles noch einen Besuch abzustatten und mit Ihnen zu Abend zu essen. Dies klappte dann auch sehr gut und wir gingen am Freitag Abend mit Margrit und Urs ins „Vallon de Gayet“ essen und übernachteten dann auf dem Gemeindeparkplatz von Maussane.

Luna weckte uns am Samstag, 12. Oktober schon um 6 Uhr morgens, da sie unbedingt am Samstag zuhause sein wollte. Und so fuhren wir zeitig ab und kamen am späteren Nachmittag wohlbehalten in Lyss an.

Und wieder einmal ging ein erlebnisreicher Trip mit unserem Wohnmobil zu Ende!

Ferienausklang am Strand

Wir hatten gut geschlafen, obwohl der Stellplatz recht voll war und die Mobile dicht bei einander standen.

Luna schlief aus, während Michi und p@ den nahegelegenen Strand erkundeten. Dieser war sehr schon und sauber…also auch mal einen Strandtag wert.

Wir freuten uns aber bereits auf den Camping Sanguli in Salou und so starteten wir umgehend, nachdem wir noch Camperservice gemacht hatten.

In Salou angekommen staunten wir nicht schlecht: Einer der freien Plätze war genau derjenige, den wir bereits vor vier Jahren hatten. Da er super gelegen war, nahmen wir genau diesen wieder…richtige Gewohnheitstiere! ;-)

Die Katzen konnten auf die Bäume klettern und wir genehmigten uns feine Sangrias…genau das Richtige nach den schönen, aber anstrengenden Sightseeing-Städtetrips!

Spruch des Tages vom Deutschen Hundebesitzer:
„Grande Problema – I have two Pecorinos…no good with cats!“