Albany…und wieder zurück in den Norden!

Eigentlich wollten wir an diesem Tag Albany geniessen und dann weiter Richtung Esperance fahren. Da aber die Witterungsverhältnisse für Albany und Esperance nicht so gut waren und in den nächsten Tagen keine Besserung in Sicht war, planten wir kurzerhand um und entschieden uns, wieder hinauf in den Norden zu fahren…mit Ziel: Monkey Mia.

Am Morgen frühstückten wir aber erst einmal ausgiebig und fuhren dann noch kurz durch das Städtchen Albany.

Dieses war aber nicht so besonders schön und so fokussierten wir ohne Stopp das nächste Zwischenziel: Frenchman Bay mit den tollen Stränden und Gesteinsformationen.

Wir machten Zwischenhalte bei der WhaleWorld mit seinem schneeweissen Strand und am „Gap“, wo es ein steiles Kap und eine „Natural bridge“ gibt, die einen Blick und ein Foto wert sind.

Dann nahmen wir den Albany Highway Richtung Perth unter die Räder und fuhren den restlichen Tag Kilometer um Kilometer, mit 1-2 kurzen Zwischenhalten. Abends um neun machten wir dann in Bullsbrook, kurz vor derWüste halt, um etwas zu essen und zu übernachten.

Valley of the Giants

An diesem Tag wurden wir leider ziemlich früh geweckt: wir hatten unser Auto auf einem Parkplatz abgestellt, der direkt neben dem Wasserungsplatz für die Fischerboote lag. Dies hatten wir leider am Vorabend nicht realisiert und da man zum Fischen relativ früh aufstehen muss, fuhren schon um sechs Uhr morgens die ersten Autos neben uns durch, um die Fischerboote ins Wasser zu lassen.

Auch vomWetter her sah es nicht so rosig aus. Es regnete noch immer und der Himmel war Grau in Grau. Also erst mal gemütlich z’Mörgele! Dann holte p@ wohl oder übel (zum ersten Mal) die Regenjacken aus dem Rucksack und wir fuhren zum nahegelegenen „Valley of the Giants“, einem Nationalpark mit besonderer Attraktion: hier kann man nämlich 40 m über dem Boden über Hängebrücken zwischen den Baumkronen hindurchwandern!

Da Luna nach der kurzen Autofahrt zum Park wieder einmal am Eindösen war und partout nicht selber laufen wollte, nahmen wir nach Abklärung an der Information sogar den Stroller mit und so konnte sie den Ausblick komfortabel vom Buggy aus geniessen.

Wieder auf dem Boden angekommen, machten wir noch den „Ancient TreeWalk“, einen wunderbaren Rundgang zwischen 200-400 jährigen Bäumen hindurch…einige innen hohl, gezeichnet von Blitzschlag, Pilz- und Insektenbefall.

Glücklicherweise regnete es während der ganzen Tour nur zeitweise und wenn, dann nicht so stark.

Nach diesem Nationalparkbesuch fuhren wir dann auf Nebenstrassen weiter nach Denmark und machten einen Mittagsstopp in einem „General Store“ in irgend einem kleinen Kaff, wo wir ein paar Nahrungsmittel kauften und einen ausgezeichneten Hamburger assen. Dann nahmen wir die letzten paar Kilometer bis Denmark unter die Räder, vorbei an den berühmten „Green Pools“ im William National Park, welche wir aber aufgrund des immer noch andauernden Regens nicht besichtigten. In Denmark selbst gab es nicht viel zu sehen, da es vor allem für die schönen Strände bekannt ist und diese uns bei den aktuellenWetterverhältnissen nicht gross locken konnten.

Deshalb entschieden wir uns, gerade weiter nach Albany zu fahren und uns dort einen guten Campingplatz zu suchen, damit wir uns und unsere Wäsche wieder mal eine Frischekur unterziehen konnten. Da es in Strömen regnete und recht kalt war (ca.18 Grad), mussten wir die frisch gewaschene Wäsche sogar im Camper aufhängen und die Heizung einschalten!
Wir beschlossen darauf, uns einen gemütlichen Abend zu machen. Wir kochten Pouletsatay und Reis und tranken ein Gläschen Rotwein. Dann brachten wir Luna ins Bett und legten uns auch bereits hin. Michi las noch ein wenig und p@ schaute sich auf dem „Entertainment-Center“ des Campers einen DVD-Film an.

Regen!

Am Morgen dieses Tages war es dann leider soweit: Regen setzte ein. p@ räumte schnell die Campingstühle und den Tisch zusammen und wir nahmen unser Frühstück zur Abwechslung mal drinnen am „Esstisch“ ein. Dann machten wir uns auf zur nächsten Station: Pemperton mitten im Karri Forest. Dort bestiegen wir den legendären „Pemperton Tramway“ und fuhren unter sachkundigen Kommentaren unseres Tramführers „Grumpy Grant“ tief in den Wald hinein. Wir passierten dabei diverse Brücken und hielten sowohl bei einemWasserlauf mit Mini-Wasserfall als auch bei einem uralten, 75 m hohen Karribaum an.

Dann gings mit gut 40 Km/h über die holprige Strecke zurück zum Bahnhof, welcher neben den putzigen Trams auch noch einige alte Dampfloks und Wagen beherbergt. Nach diesem schönen, aber etwas langen Abenteuer (die Fahrt ging über 1 1/2 h), fuhren wir zum Gloucester Nationalpark, welcher den Gloucester Tree beherbergt. Auf diesen Baum kann man gut 60 m hoch hinaufklettern, da eine Leiter aus Metallstäben rings um den Stamm nach oben führt. Oben angekommen, hat man eine gute Sicht über den ganzen Forest. Früher wurden solche Punkte eingesetzt, um Waldbrände auszumachen.

p@ nahm den mühsamen Aufstieg unter die Hände und Füsse und stieg behände hinauf, während Michi und Luna unten die zahmen, aber frei herumfliegenden Vögel des Parks fütterten.

Diese fliegen einem auf den Arm und fressen aus der Hand. Manchmal setzen sie sich sogar auf den Kopf. Luna hatte leider wenig Glück mit füttern: als nach langem Warten endlich ein Vogel auf ihrem Arm landete, erschrak sie so sehr, dass er sofort wieder davon flatterte. Also konzentrierte sie sich mehr aufs Holzsammeln.

Eigentlich wollten wir noch auf einenWalking Trail im Nationalpark gehen, aber Luna mochte nicht laufen und da die Zeit schon wieder fortgeschritten war, ging es nach einem kurzen Tankstopp weiter nach Walpole und dann nach Nornalup. Dort assen wir im „Nornalup Tea House Restaurant“ zu Abend. Ein Restaurant, das absolut zu empfehlen ist: gutes Essen, lokale Weine, gute und ruhige Ambiance und günstige Preise (der Wein, ein Two Steps Cape Howe Shiraz Viognier kostete im Restaurant nur 31 AU$).

Nach dem opulenten Mahl übernachteten wir auf dem nahegelegenen Bootsparkplatz.