Home sweet home

p@ hatte gut geschlafen und war somit fit für die letzte Etappe: Von Hildesheim ging es weiter über Göttingen, Kassel und Frankfurt Richtung Schweiz.

Auf der entgegengesetzten Fahrspur stauten sich die Autos zwischen Kassel und Hannover zeitweise auf über 23 km…wir waren sehr froh, fuhren wir diesmal Richtung Süden!

Gegen Mittag machten wir – eher zufällig – in Alsfeld einen Zwischenstopp, um etwas zu essen. Mit Erstaunen mussten wir feststellen, dass Alsfeld eine wunderschöne Altstadt mit einem einmaligen Rathaus hatte. Und auch das Restaurant „Adel.es„, wo wir unser z’Mittag genossen, war absolute Spitzenklasse!

Auf dem Rückweg zum Camper kamen wir noch am Märchenhaus vorbei, wo Luna ihr Wissen über die Märchen der Gebrüder Grimm unter Beweis stellen konnte.

Die weitere Rückreise verlief einigermassen ereignislos, ausser dass p@ unseren Camper auf den deutschen Autobahnen etwas stark „ausreizte“ und – wohl aufgrund Überhitzung – zwischenzeitlich die Motorenwarnleuchte aufleuchtete.

Um die Zeit etwas zu verkürzen, bastelten Luna und Michi auf der letzten Etappe noch ein paar Minions aus FIMO…gar kein einfaches Unterfangen aufgrund der Schüttelbewegungen der Fahrt!

Müde, aber zufrieden, kamen wir wohlbehalten gegen 20:00 Uhr zuhause an und konnten auf zwei tolle Ferienwochen zurückblicken!

Fotevikens Museum, Malmö und die Rückreise

Am letzten Ferientag in Schweden wollten Michi und Luna noch kurz zum Campingplatz zum Duschen, jedoch war dies ausgerechnet bei diesem Platz ohne „einchecken“ nicht möglich. Und so wusch sich Luna halt im Camper die Haare und p@ musste noch zuwarten mit dem Auffüllen von Frischwasser für die Reise etc.

Nach dem Frühstück fuhren wir zum Museum, waren aber zum ersten Mal arg enttäuscht: Die Location war in einem desolaten Zustand und die auf der Website angepriesenen Aktivitäten wie z.B. Bogenschiessen fanden nicht statt.

Wir gingen kurz durch das Gelände und machten dennoch ein paar Fotos. Dann fuhren wir weiter nach Malmö und parkten unser Reisemobil in der Nähe des Schlosses. p@ lud die Bikes ab und wir schwangen uns auf die Sättel, um so einfach und schnell in die Innenstadt zu gelangen. Leider war das Wetter nicht so toll…der Himmel war trübe und es regnete ab und zu. Doch wir liessen uns nicht beirren und radelten durch den schönen Schlosspark hindurch bis in den Bereich „Lilla Torg„, wo es Restaurants, kleine Läden und herzige Rieghäuser gab.

Dort genehmigten wir uns zur Stärkung ein feines z’Mittag und wollten anschliessend noch zum „Västra Hamnen“ radeln. Da es aber wieder ziemlich stark zu regnen begann, entschlossen wir uns, zum Reisemobil zurückzukehren und den Heimweg Richtung Schweiz anzutreten.

Wir fuhren diesmal nicht wie bei der Hinreise per Fähre von Trelleborg zurück nach Rostock, sondern entschlossen uns aufgrund p@’s Aversion gegen Schifffahrten über die Öresundbrücke nach Dänemark zu reisen.

Als Kompromiss einigte man sich, doch noch eine kurze Fährstrecke einzubauen und so steuerten wir Rødbyhavn an, um von dort mit der Fähre zum knapp 20 km entfernten deutschen Puttgarden zu schippern.

Die Fahrt von gut 45 Minuten war für p@ zwar lästig, jedoch erträglich. Er töggelete etwas auf dem Handy herum, während die Frauen die zahlreichen Shops der Fähre frequentierten.

Dann ging es per Reisemobil weiter Richtung Hamburg. Als wir Abends um 22:30 Uhr beim Knotenpunkt Hamburg ankamen, hatte es dort einen Riesenstau! Nach einer halben Stunde im Stau verliessen wir die Autobahn – wir waren erst knapp 2 km weiter gekommen – und versuchten unser Glück auf Nebenwegen. Dies war aber auch äusserst mühsam und so bogen wir, nachdem p@ noch kurz getankt hatte, etwas weiter südlich wieder auf die Autobahn ein. Nach einer weiteren halben Stunde im Stau ging es endlich wieder vorwärts. p@ fuhr wieder bis Hildesheim und wir übernachteten exakt am gleichen Ort wie bei der Hinfahrt: In einer Industriezone nahe einem McDonalds Drive-In.

Von Torekov nach Båstad

Am nächsten Morgen packten wir nach einem ausgiebigen Frühstück alles zusammen und liefen zu Fuss zum Strand des Campingplatzes. Michi und Luna entschlossen sich, dem Strand entlang bis zum Hafen von Torekov zu spazieren, während p@ zurück ging, um aus dem Campingplatz auszuchecken.

Nach einer schier unendlichen Suche nach einem Parkplatz – p@ kannte anschliessend fast jeden Weg rings um den Hafen herum – traf man sich direkt an der Hafenpromenade und ass in einem der kleinen Fischrestaurants etwas zu Mittag.

Dann fuhren wir Richtung Norden der Halbinsel und besuchten noch kurz einen kleinen Hafen bei Segeltorp, bevor wir weiter nach Båstad fuhren.

In Elestorp wollte Michi unbedingt noch in eine Zoggelifabrik und so wartete p@ geduldig im Camper, während die Frauen sich an der Vielfalt der schwedischen Holzschuhe erfreuten.

Nächste Station war Båstad. Vorher tankten wir aber noch kurz in Boarp und kauften das Notwendigste ein.

Wir parkten unser Reisemobil in der Nähe des Hafens und liefen herunter zum Meer, vorbei an der Tennisarena von Båstad, wo jeweils grosse Turniere stattfinden.

Luna wollte unbedingt Krabben fangen, da sie von Michi extra eine „Fischrute“ und einen Eimer dafür geschenkt bekommen hatte. Und so suchten wir uns im Hafen einen Platz mit Steinverbauungen, da sich die Viecher dort zu Dutzenden tummelten. Und siehe: Es ging nicht lange und Luna hatte mit einem Lachsköder sechs Krebse gefangen!

Natürlich liessen wir die Tiere anschliessend wieder frei. Da die Aktion ein leichtes Hungergefühl verursacht hatte, suchten wir uns ein Restaurant am Hafen und genossen die tolle Abendstimmung.

Da unsere Urlaubstage langsam zur Neige gingen und wir noch einiges vor hatten, entschlossen wir uns, in die Nacht hinein nach Malmö, resp. Skanör zu fahren, damit wir am nächsten Tag noch das Wikingermuseum „Fotevikens Museum“ anschauen konnten. Da der naheliegende Campingplatz nicht wie auf dem Internet aufgeführt bis 23:00 Uhr, sondern nur bis 22:00 Uhr geöffnet hatte, übernachteten wir kurzerhand vor dem Campingplatz…wir hatten ja alles Benötigte dabei.

Elche, wir kommen!

Da wir ja nun in Småland waren, durfte natürlich der Besuch eines Elchparks nicht fehlen!
Und so packten wir am Morgen unsere sieben Sachen und verliessen den tollen Bolmensee wieder Richtung Markaryd.
Wir besuchten zuerst den kleinen, aber feinen „Elinge Älpark“ in der Nähe von Hamneda und fuhren anschliessend zum „Smålandet“ in Markaryd, welches einen Drive through anbot. Und so fuhren wir mit unserem Camper durch den Park und fütterten und knipsten Elche, was das Zeug hielt! Einmal steckte eine Elchkuh sogar den ganzen Kopf zur offenen Seitenscheibe hinein und p@ musste sie durch das Hochfahren der Scheibe zurückbugsieren, bevor sie ihm die Hosen vollsabberte oder Schlimmeres passierte ;-)

Anschliessend fuhren wir über Björnholm, Eket, Stidsvig, Östra Ljungby nach Ängelholm, von wo aus wir dann die „Umrundung“ der Bjäre-Halbinsel in Angriff nahmen.

Erstes Ziel war dabei einer der tollen Sandstrände im Süd-Westen. Wir hielten beim Ängelsbäck Strand und genossen das tolle Ambiente. Michi las ein wenig, während Luna und p@ bei halbwegs angenehmen Wassertemperaturen im Meer badeten.

Dann fuhren wir weiter nach Torekov, wo wir es uns im hinteren Bereich des riesigen Campingplatzes „First Camp Torekov“ gemütlich machten.

Da es viel Platz und wenig Verkehr hatte, konnten wir unsere Vierbeiner auch wieder etwas herumtollen lassen. Luna erkundete derweil die Gegend mit ihrem Fahrrad und fand ganz in der Nähe ein Hüpfkissen.

Nach einem feinen Z’nacht vom Grill gingen wir müde aber zufrieden ins Bett.

Bolmensee-Regatta

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Bolmensee. Die Fahrt durch Småland war wunderschön: Tolle Wälder, schöne Seen und herzige Häuser, die allesamt sehr gepflegt aussahen!

Wir legten in Ljungby einen kleinen Zwischenstopp ein und assen im chinesischen Restaurant „Peking“ ein feines Z’mittag, während unsere Katzen ihrem liebsten Hobby nachgingen: schlafen! Dann nahmen wir die nächsten Kilometer bis zum Bolmensee unter die Räder.

Dort angekommen, ergatterten wir auf dem örtlichen Campingplatz „Bolmens Camping“ einen Stellplatz für unseren Camper nahe dem See!

Wir richteten uns ein, nahmen ein kleines Aperitif und liessen die Katzen (an der Leine) raus. Doch kaum hatten wir Tenshi angeleint, kam ein holländisches Paar mit einem grossen Hund den Weg entlang und der Hund riss sich los und rannte auf Tenshi zu.

p@ schrie ihn an und stellte sich schützend vor Tenshi…diese wiederum riss sich von der Leine los und verschanzte sich unter unserem WoMo…p@ musste sie richtig darunter hervorzerren!

Dummerweise waren die Holländer direkt auf dem Nebenplatz und liessen den Hund fast immer frei herumlaufen. Deshalb liessen wir für einmal unsere Vierbeiner nur kontrolliert frei und nur dann, wenn die Holländer mit dem Hund spazieren waren.

Da der Abend sehr schön und warm war, entschlossen wir uns, eine kleine Bootstour mit unserem neuen Gummiboot zu unternehmen. Luna anerbot sich, Michi und p@ auf dem Bolmensee herum zu chauffieren und legte sich in die Riemen…allerdings nur kurz, da sie schnell einmal merken musste, dass Rudern sehr anstrengend ist!

Also musste p@ an die Paddel und endlich kamen wir etwas schneller vom Fleck. Als wir zurück fuhren, liessen wir Michi am Steg raus und Luna und p@ machten nochmals eine kleine Tour…diesmal im Paddel-Modus wie die Indianer, welcher für Luna einfacher war und ihr sogar sehr grossen Spass bereitete!

Nach dieser sportlichen Betätigung kühlte sich Luna im See ab, während Michi und p@ die Abendstimmung genossen. Es war einfach herrlich an diesem See!